Nina Schieren: Im schlimmsten Fall gäbe es kein Yoga in Berlin mehr

Nina Schieren habe ich im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung kennengelernt, da sie die gleiche Yogaschule wie ich abgeschlossen hat und bereits angefangen hat zu unterrichten. Nach der ersten Stunde wusste ich es: Nina-Yoga mag ich. In diesem Interview erfuhr ich, dass Nina in mehreren Länder Europas lebte und seit Teenagerjahren ihre Liebe für Yoga mitschleppte. Sie stellt Berlin vor Paris und hat Angst davor irgendwann nur einen Yogastil ausüben zu müssen.

Nina Schieren Yogalehrerin in Berlin

Nina Schieren

YIB: Wer ist Nina? Stelle Dich bitte mit ein Paar Sätzen vor.

NINA: Ich heiße Nina und komme gebürtig aus dem Rheinland, bin jedoch in Belgien, Deutschland und Frankreich aufgewachsen. Daher kommt meine Leidenschaft für alles französische, besonders das Essen. Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Reisen, letztes Jahr war ich in Thailand und auf Kuba und plane noch viele weitere Orte zu entdecken.

Berlin der Yogalehrerin Nina Nereichs

Berlin aus Ninas Blickwinkel

YIB: Wie, wo, wann und wieso hast Du mit Yoga angefangen?

NINA: Ich habe im Teenageralter ein Interesse für Yoga entwickelt, hauptsächlich dadurch dass es immer populärer in Europa wurde. Ich suchte eine Methode um mich zu entspannen, allerdings hatte ich damals kein Geld für einen Yogakurs. Deshalb habe mir ein Buch mit CD gekauft um zuhause üben zu können.

YIB: Bitte beschreibe kurz Dein erstes angenehmes und das erste unangenehme Erlebnis mit Yoga.

NINA: Das erste angenehme Erlebnis mit Yoga hatte ich am Ende einer Sequenz nach der Endentspannung. Ich fühlte mich frei und leicht. Das erste unangenehme Gefühl hatte ich als ich das erste Mal versucht habe, mein Atem und meine Bewegungen zu koordinieren. Ich folgte meiner CD und die Anweisungen waren so schnell, dass ich es nicht schaffte zu folgen.

 

„Das war frustrierend, bis ich gelernt habe, dass ich meinem eigenen Rhythmus folgen kann.“

 

YIB: Aus heutiger Sicht, was hat besser gewirkt bzw. Dich als Person „nach vorne“ gebracht?

NINA:  Als Person hat mich das Üben von Dankbarkeit während des Yoga und nachher auch in meinem Leben „nach vorne” gebracht.

 

„Ich bin dankbarer für das was ich habe und kann dies mehr wertschätzen als früher.“

 

YIB: Was hat Dich nach Berlin gebracht und wieso? Was hält Dich hier?

NINA: Ich habe mein Studium in Berlin beendet und anschließend ein Praktikum begonnen. Da ich aus Paris nach Berlin kam, war ich anfangs nicht davon überzeugt, dass ich bleiben würde. Nun bin ich über 6 Jahre hier und mag besonders, die großen Parks, die entspannten Menschen (im Vergleich zu Paris ;)), meine Freunde und meine Arbeit.

YIB: Drei für Dich wichtige Orte in Berlin und wieso sie es sind? Mindestens einer soll einen klaren Bezug zu Yoga haben.

Yogalehrerin Nina liebt Volkspark Rehberge in Berlin

Volkspark Rehberge – ein Ort zum Durchatmen

NINA: Volkspark Rehberge (für mich ein Ort zum Durchatmen, Laufen und Entspannen am Wochenende); mein Kiez: Wedding (ganz klar mein Zuhause seit 6 Jahren, das sich ständig weiterentwickelt und dennoch bescheiden bleibt); Buddhistisches Tor, Kreuzberg (ein wunderbarer Ort für Yoga in Englisch, der mich zu meiner Yogalehrerausbildung inspiriert hat)

YIB: Deine erste und/oder die wichtigste, yogabezogene Erinnerung aus Berlin? Du kannst gerne sowohl über die Erste als auch über die Wichtigste erzählen.

NINA: Eine meiner wichtigsten yogabezogenen Erinnerungen aus Berlin, war die Teilnahme an einem Yogakurs im Fitnessstudio. Trotz einer sehr vollen Klasse und eines kühlen Ambientes hat die Lehrerin geschafft mich zu Dankbarkeit anzuhalten (wie schon oben erwähnt ein wichtiges Thema für mich).

YIB: Könntest Du bitte die Zukunft von Yoga in Berlin, auch generell, beschreiben: im schlimmsten Fall und im besten Fall?

NINA: Im schlimmsten Fall gäbe es kein Yoga in Berlin mehr, oder nur noch einen Stil. Im besten Fall bleibt die bunte Yogalandschaft in Berlin so wie sie ist. Mit verschiedenen Ansätzen und offen für alle. Eine Gemeinschaft, die zu einer weltoffenen Stadt beiträgt.

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